Monatsarchiv für Juli 2010

Die Badenden

In Berlin Kreuzberg stieg das Thermometer bis auf 38,7 Grad. Das Prinzenbad musste nach einer Schlägerei geräumt werden. Jugendliche gerieten aneinander, was Sicherheitskräfte und Polizei dazu veranlasste, 5000 Badegäste nach Hause zu schicken. Wie heisst es doch in Spike Lees „Do the Right Thing“ ?It is gona be a hot hot day….meltdown time in a Bedford- Stuyvesant neighborhood.

Spike Lee “Do the Right Thing”

Am Schlachtensee geht es deutlich relaxter zu und her.

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admin am 11. Juli 2010 in Allgemein

Chattanooga Choo Choo

Den Sonderzug nach Pankow gibt diesmal der feuerspeiende Strassenbahnmann. Und zwar mit kreischender Rockgitarre, aber wie!
Variationen:
Glenn Miller
Udo Lindenberg
In Pankow gibt’s also immer etwas zu sehen. Den perfekten Tag von René Pollesch auf einer Brache etwa. Der ist bei der Dämmerung insofern perfekt, als dass die Kulisse von Bernd Neumann fliessend mit der Umgebung verschmilzt. Und die Anwohner der Mietskaserne? Wie verbindet sich ihr Tag mit dem Blick auf Cinecitta?

Volksbühne Berlin

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admin am 09. Juli 2010 in Allgemein

Was draussen wartet…. Admiralbrücke Teil 2

möglicherweise eine unerwartete Gesprächsrunde mit Mediatoren?

Foto: Lienhard Schulz

Foto: Lienhard Schulz

Um die Admiralsbrücke in Berlin ist eine heisse Diskussion entbrannt. Musiker, Touristen, Anwohner und Kneipenbesitzer verhandeln, wie der beliebte Treffpunkt am Landwehrkanal künftig genutzt werden soll.
Weshalb also nicht ausweichen, über das Kottbusser Tor zum Oranienplatz wandern und sich auf eine der Parkbänke setzten? Das kann ganz schön ins Auge gehen. Der Künstler Ron Tran hat im Rahmen der Berlin Biennale Sitzbänke so anbringen lassen, dass man dem Gegenüber auf Augenhöhe begegnet, und das erfordert Courage!
Eine kleine, subtile Kunstintervention. Eine Verschiebung. Eine, die zum Modell dafür werden kann, was für die Admiralsbrücke harte Realität ist. Anwohner möchten nachts gerne schlafen. Müll türmt sich zu hässlichen Haufen. Strassenmusiker geben lautstark ihr Bestes. Fünfhundert Personen beim Brücken- Sit in anzutreffen ist keine Seltenheit. Gepisst wird an allen möglichen Orten.
Trotzdem soll nicht alles verboten sein. Der öffentliche Raum will für eine Bevölkerungsgruppe, die sich keine teuren Veranstaltungsorte leisten kann weiterhin zugänglich bleiben. Anwohner, die sich seit Jahren am Landwehrkanal wohlfühlen wollen ihre Bleibe nicht aufgeben. Besprochen, verhandelt und benutzt kann die Brücke zu einem Dialog zwischen Kiezbewohnern, Passanten und Touristen führen. Und wer wünscht sich da kein Happy End?
Die Videoarbeit des Biennale Künstlers Ferhat Özgür macht es im Dachstock des ehemaligen Kaufhauses am Oranienplatz vor: Hallelujah (I can sing).
Auf der Admiralsbrücke bitte nur noch bis zweiundzwanzig Uhr.

Die Berlin Biennale bleibt noch bis zum 8.8. 2010 verschiedenen Orten in der Stadt geöffnet. Die Admiralsbrücke ist am besten frühmorgens und im Winter normal begeh- und befahrbar.
Zur Admiralsbrücke gibt es diverseste Beiträge und einen Blog auf Facebook.
Tageszeitung
TVB
Tagesspiegel
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Gentrification

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admin am 08. Juli 2010 in Allgemein