Biennale di Venezia 2011

Es lohnt sich, in den verwinkelten Gassen Venedigs dem Pfeil New Zealand zu folgen. Gar unerwartet eröffnet sich überfütterten Biennalebesuchern eine wohltuende Oase. Sei es, weil aus einem filigran verzierten roten Flügel von einer jungen Musikerin Klaviermusik ertönt, sei es, weil ein Blick auf den Canal Grande zum Wasser hin ein wuchtiges anderes Musikexponat enthüllt. Im Garten dahinter steht das schwarze Gegenstück, gut bewacht. Die klugen wie schönen Arbeiten von Michael Parekowhai sind weit mehr als Kunststücke: Begriffe wie soziale Plastiken vielleicht oder performative Anordnungen greifen hier zu kurz, treffen die poetische Situation kaum.
Eine Familie, die den Palazzo offensichtlich bewohnt, macht sich mit ihren vielen Koffern auf den Weg – Sie hält inne, um nach den perlenden Klängen von Chopin ihre Reise nach irgendwo fortzusetzen. Was für uns ein überraschendes, herzliches Welcome war ist für sie ein fröhliches Farewell.

Unbedingt hingehen!

New Zealand

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admin am Juli 18th 2011 in Feuilleton

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